Die Kraft des Colorado River
Heute ist es soweit, wir fahren zum Grand Canyon. Unterwegs sehen wir viele Navajo Behausungen. Wir fragen uns, wieso stehen bei jedem Haus oder Hütte soviel Autos?
Dann ist es soweit:Wir erreichen den Desert View oder auch "The first view"
Der Grand Canyon, das Sehnsuchtsziel vieler Touristen aus aller Herren Länder liegt im nordwestlichen Teil Arizonas und verfügt über eine Gesamtlänge von 446 Kilometer. Er ist im Durchschnitt über 1.200 Meter tief. Das Netz an Wanderwegen ist ca. 700 Kilometer lang, doch werden eigentlich davon nur 50 Kilometer von Besuchern benutzt.
Wie entstand der Grand Canyon eigentlich? Vor rund 50Mio. Jahren stießen zwei Erdplatten aneinander und das Land wurde mehrere Tausend Meter gehoben. Die Gesteinsschichten des Colorado-Plateaus, blieben dabei nahezu unberührt und weiterhin waagrecht gelagert. Der Colorado River hat sich über viele Millionen Jahre durch das Gestein gegraben und so die uns heute bekannte Schlucht geschaffen. Dabei hat das Wasser ganz langsam das Gestein immer mehr abgeschliffen und verändert. Da die Gesteinsschichten unterschiedlich hart sind, setzten sie dem Wasser unterschiedlich großen Widerstand entgegen. So erodierten die weicheren Gesteinsschichten schneller als die harten. Daraus ist das deutliche Treppenprofil, das die Wände des Grand Canyon heute aufweisen, entstanden. Der Colorado arbeitet sich immer weiter in die Tiefe, während andere Erosionskräfte den Canyon ausweiten, die Seitenarme ausspülen und neu modellieren. Als Ergebnis entstand ein Netz von Seitencanyons, die sich wellenförmig vom Hauptcanyon ausbreiten. Immer noch transportiert der Colorado dank seines 670 Meter Gefälles im Grand Canyon täglich etwa 80.000 Tonnen Sand und Geröll und gräbt sich dadurch jährlich rund 0,15 Millimeter tiefer in die Erde.
Bereits vor 3000 Jahren besiedelten wohl Menschen das Gebiet des Grand Canyons. Vor ungefähr 2000 Jahren lebten dort die ersten Indianer, von denen auch im 20. Jahrhundert noch einige Havasupai-Indianer dort verblieben. Es gab nicht viele Menschen in der Region, da sie zu unwirtlich war, zu viel Sonne, zu wenig Regen und zu kalt.1540 entdeckte eine spanische Soldatengruppe das Gebiet des Grand Canyon für die westliche Zivilisation. Auf die Frage, wie lange es dauere bis man am Fluss angelangt sei vom Canyonrand hinab , antworteten die ortsansässigen Hopi-Indianer, drei Tage. Die weißen Männer glaubten ihnen nicht, und waren sicher, ihr Ziel schneller zu erreichen. Überliefert ist aber, dass die Spanier in ihren schweren Rüstungen nie den Colorado River erreichten, sondern nach drei Tagen umkehren mussten. Ebenso wenig erfolgreich war 1869 eine Expedition unter Major John Wesley Powell in deren Verlauf er die Schlucht zum ersten Mal kartographieren wollte. Nachdem sie nach langer Reise den Canyon erreichten, verloren sie eines ihrer vier Boote, auf dem sich nicht nur wichtige Messinstrumente, sondern auch der gesamten verbliebene Proviant befand. Nach mehreren Tagen hilflosem Treiben auf den Stromschnellen des Colorado gelangten sie völlig erschöpft und ausgehungert ans westliche Ende des Grand Canyon. Zwei Jahre wiederholte Powell die Expedition. Diesmal war er jedoch besser ausgerüstet und konnte so den zweiten Versuch zur Kartierung des Grand Canyon erfolgreich beenden.
Am 26.02.1919 wurde der Grand Canyon zum Nationalpark erklärt.
Wir befinden uns rund 1000 m über dem Colorado... Dass dort unten wilde Stromschnellen sind kann man von hier nicht erkennen.
Die Ausmaße des Canyons sind mir unbegreiflich.
Wir befinden uns in ca. 2200 m Höhe und ich habe arge Luftprobleme.
Ein Traum ist wahr geworden.
In der Buckey'Cabin ist unser Zimmer. Wunderbar, hier kann man auch Fenster aufmachen.
Und jetzt sitzen wir noch draußen und der Wind im Canyon pfeift, es hört sich an, als ob Wellen rauschen, wenn nachts die Kabinen Tür offen ist. Ich glaube wir werden sehr gut schlafen. Um 5: 36 ist Sonnenaufgang angesagt.
Wir übernachten in der Bright Angel Lodge direkt am Canyon Rand.
Zimmer und Gebäude im Blockhausstil, sehr schön, Zimmer schön, 1 Queen Bett bisschen klein, Frühstück extra, Kaffee preiswert, wird nachgeschenkt
Gefahrene Meilen: 152

Der Grand Canyon lässt jeden Besucher sprachlos zurück. Ein einmaliges Schauspiel vor Ort, in die Tiefen Schluchten zu schauen und die Farbenspiele zu genießen. 👍👍👍
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