Die Glitzerstadt in der Wüste
Las Vegas
1829 erreichte der spanische Kundschafter Rafael Rivera die Gegend um Las Vegas, als er eine neue Route von New Mexiko nach Los Angeles suchte. Da das Land aufgrund der Quellen eine bunte Vegetation in der sonst trockenen Wüstenregion hatte, nannte er es „Las Vegas“ = „Die (Grünen) Auen“
1855 wurde die erste Siedlung gegründet, natürlich auch hier wieder von den Mormonen , wurde aber schon 2 Jahre später wieder aufgegeben, da die Lebensumstände zu schwierig waren.
Ab 1860 errichte die US Armee hier das Fort Baker und mit fortschreitendem Bau der Eisenbahnstrecken wurde Las Vegas ein wichtiger Knotenpunkt. In 1905 war das gesamte Eisenbahnnetz fertiggestellt und die angrenzenden Parzellen wurden an Investoren und Spekulanten verkauft. Damit wurde Las Vegas offiziell gegründet, blieb aber weiter eine bedeutungslose Siedlung..
Das änderte sich ab 1931. Im Bundesstaat Nevada wurde das ansonsten bundesweite Glücksspielverbot aufgehoben, um mit den Einnahmen das öffentliche Schulwesen zu unterstützen. Gleichzeitig begannen die Bauarbeiten am nahegelegenen Hoover Staudamm. Viele Arbeiter zogen in die Gegend. Auch die vereinfachten Heirats- und Scheidungsgesetze des Staates Nevada zogen und ziehen Leute an. Aus den Kneipen wurden Spielhöllen und immer mehr Gambler kamen nach Las Vegas. Nach Fertigstellung des Hoover Dams 1935 sorgte der preiswerte Strom für noch mehr Attraktivität dank Klima-Anlagen und üppiger Beleuchtung der Stadt trotz ihrer Wüstenlage. 1941 eröffnete als erstes Hotel am Strip das El Rancho mit 63 Zimmern. Die Chikagoer Mafia begann in Las Vegas zu investieren und jahrzehntelang blieb die Stadt fest in ihrer Hand. Das erste Mafia-Hotel ist das Flamingo, das heute noch besteht und an den Mafiosi Bugsy Siegel erinnert.
Mit Siegfried und Roy und ihren weißen Tigern begann die Ära der großen Shows, die zusammen mit den riesigen Themen-Hotels heute auch viele Touristen anziehen, die nicht spielen. Las Vegas bemüht sich seit den 90er Jahren seinen Ruf als „Sin City“ loszuwerden und ein Ziel auch für Familien zu sein.
Wir haben allerdings den Eindruck, dass Las Vegas überhaupt nicht für Familien geeignet ist und bedauern jedes Kind, das mit dorthin geschleppt wird. Warum sollte ein Kind unter tausenden Menschen durch die Hotels laufen und dabei Spaß haben? 🤔Immerhin gibt es Kinderstühlchen und im Hotel Circus Circus eine riesige Abteilung mit Schießbuden u. ä. Natürlich alles gegen Geld.
Wir sind ja schon ziemlich alt und so leicht schockt uns nichts mehr. Aber in Las Vegas verstehen wir die Welt nicht mehr. Offensichtlich kommen ein Teil der Amerikaner hier nicht nur zum Spielen hin, sondern um mal so richtig die Sau raus zu lassen. Und das ist oft nicht schön anzusehen. Mich persönlich deprimiert es auch schon am Nachmittag ein hübsches, junges Mädchen zu sehen, dass so fertig ist, dass ihre Freunde sie tragen müssen. Ebenso die Spieler, die schon morgens um 8 Uhr an den Automaten sitzen mit leerem Gesicht und wahrscheinlich gar nicht wissen, wie die Welt außerhalb der dunklen Spiel-Säle aussieht.
Wahrscheinlich hätten wir uns Las Vegas am Beginn der Reise anschauen sollen. Nach den wunderbaren Natur-Erlebnissen, die wir nun schon hatten, können wir uns nicht mehr so richtig für diese Welt hier begeistern. Ich hatte mich sehr auf die tollen Hotels gefreut, stelle aber schnell fest, dass mich die Spiel-Casinos, durch die man ständig laufen muss und die Menschenmassen, so nerven, dass ich nicht die rechte Freude am Anschauen habe.
Richtig begeistert hat mich das Venetian, das ist auch schön hell und wirklich toll. Der freundliche Himmel ist künstlich und wechselt die Tageszeit.
Wir wohnen in der 22. Etage des Hotel Luxor, eines der älteren Hotels mit 4400 Betten, auch sehr toll gestaltet und sehr gepflegt.
Wir genießen das sehr gute Brunch-Buffet an beiden Tagen.
Die Pool-Landschaft begeistert uns nicht so, auch wenn es flächenmäßig die Größte in Las Vegas ist. Erstens sind die Becken alle so flach, dass Udo beim Schwimmen mit den Knien auf den Boden kommt und zweitens gibt es fast keinen Schatten. Man kann hübsche Cabanas mieten mit Sofas, Liegestühlen, Kühlschrank und TV für schlappe 475,00 Dollar am Samstag.
Am zweiten Abend schauen wir uns das alte Vegas an und Freemont Experience hat uns viel besser gefallen als der Strip.
Auf Wiedersehen Las Vegas, vielleicht muß man dich einmal sehen und erleben, um mehr über die Merkwürdigkeiten der Menschen zu lernen. Zweimal muss ich das aber nicht, wenn schon künstliche Welt dann lieber Dubai... Da laufen auch keine merkwürdigen Figuren fast nackig rum🙈.





An Las Vegas scheiden sich die Geister. Wir fanden auch einige Hotels und Wassershows sehr gut. Betrunkene und völlig fertige Zocker auf den überfüllten Straßen zwischen den Casinos eher abschreckend. Es ist halt die Stadt des Glücksspiel und viele haben den Traum, hier reich zu werden. Dabei werden alle abgezockt und ausgenommen. Uns waren damals die abendlichen Shows in einigen Hotels viel zu teuer, aber die nächtliche Stimmung von Las Vegas, mir der enormen Beleuchtung,hat schon was.
AntwortenLöschenSehr eindrucksvolle Schilderung der Empfindung wenn man nach soviel Natur nach Las Vegas kommt.
AntwortenLöschenTolle Bilder sind es trotzdem geworden.
Selbst der geschichtliche Background war mir in dieser Form nicht geläufig.